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Was versteht man unter der Grundsteuer einer Immobilie?

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Die Grundsteuer ist eine Steuerverpflichtung, die auf Grundbesitz erhoben wird. Dies umfasst Grundstücke einschließlich der darauf befindlichen Gebäude sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft. In der Regel zahlen die Eigentümerinnen und Eigentümer diese Steuer. Bei vermieteten Immobilien kann die Grundsteuer über die Betriebskosten auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden.

Warum ist die Grundsteuer so wichtig?

Die Einnahmen aus der Grundsteuer fließen ausschließlich den Städten und Gemeinden zu. Jährlich sind es fast 15 Milliarden Euro. Diese Mittel benötigen die Gemeinden, um Schulen, Kitas, Schwimmbäder, Büchereien und wichtige Investitionen in die örtliche Infrastruktur wie Straßen, Radwege oder Brücken zu finanzieren.

Warum musste die Grundsteuer reformiert werden?

Das Bundesverfassungsgericht erklärte das bisherige System der grundsteuerlichen Bewertung im Jahr 2018 für verfassungswidrig. Es behandelte gleichartige Grundstücke unterschiedlich und verletzte somit das im Grundgesetz verankerte Gebot der Gleichbehandlung. Das Gericht entschied, dass bis spätestens 31. Dezember 2019 eine gesetzliche Neuregelung getroffen werden musste. Bis zum 31. Dezember 2024 kann die Grundsteuer jedoch in ihrer jetzigen Form weiter erhoben werden. Ab dem 1. Januar 2025 wird sie dann auf Grundlage des neuen Rechts erhoben.

Die Berechnung der Grundsteuer erfolgt auf Basis des Einheitswertes, der Grundsteuermesszahl und des Hebesatzes Ihrer Gemeinde. Die Höhe der Grundsteuer hängt vor allem von der Lage und Art Ihrer Immobilie ab. Durchschnittlich liegt die Grundsteuer bei 320 bis 770 Euro pro Jahr.

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